Kundengeschichte
Nijmegen erforscht digitale Nachweise für bessere kommunale Dienstleistungen
Die Gemeinde Nijmegen untersucht gemeinsam mit Ver.iD, welche digitalen Nachweise den Einwohnern ihre Erledigungen erleichtern könnten. Mit Demos und Experimenten innerhalb von Common Ground erkunden sie, wie Menschen kommunale Daten in einer Wallet empfangen und teilen können und was die kommunalen Dienstleistungen dafür benötigen.
Organisation Gemeente Nijmegen
Standplatzgenehmigung
- Referenz
- DEMO-2026-001
- Gültigkeit
- Festgelegter Zeitraum
Ausstellung
Gemeente Nijmegen
Standplatzgenehmigung
Wallet
Gemeente Nijmegen
Standplatzgenehmigung
Die Kommune erfasst die Genehmigung.
Der kommunale Datensatz enthält das Aktenzeichen und die Gültigkeit der Genehmigung.
Die Kommune als Quelle von Nachweisen
Von der Geburt bis zum Tod dokumentieren Kommunen Lebensereignisse, Rechte und Entscheidungen. Dazu gehören Geburtsurkunden, Angaben zur Wohnadresse und Genehmigungen, etwa für einen Verkaufsstand oder eine Veranstaltung.
Hinter jedem Dokument stehen kommunale Daten und Regeln darüber, wer was nachweisen darf. Damit sind Kommunen eine wichtige Quelle für digitale Nachweise, die Einwohner und Unternehmen in einer Wallet empfangen und teilen können.
Eine Standplatzgenehmigung als Testfall
Bei der Untersuchung dieser Möglichkeiten betrachteten Nijmegen und Ver.iD Anhang VI der eIDAS-Verordnung. Er nennt unter anderem Anschrift, Familienstand, Familienzusammensetzung, Vertretungsbefugnisse und unter Punkt 10 öffentliche Genehmigungen und Lizenzen. Die Mitgliedstaaten müssen ermöglichen, dass qualifizierte Vertrauensdiensteanbieter diese Angaben aus authentischen öffentlichen Quellen auf Wunsch des Nutzers elektronisch überprüfen können.
Nijmegen und Ver.iD untersuchten daher die Ausstellung von Genehmigungen, mit einer Standplatzgenehmigung als konkretem Testfall.
Ein Händler wird an seinem Verkaufsstand kontrolliert. Er muss nachweisen können, dass seine Genehmigung für diesen Ort und diesen Zeitpunkt gilt. Im Versuch untersuchen sie, wie er diese Angaben aus seiner Wallet teilen kann, ohne zunächst nach einem separaten Dokument suchen zu müssen.
Anhang VI der eIDAS-Verordnung, Punkt 10 (Niederländisch, Seite 55)
Wendy van den EeckhoutStrategische Informationsberaterin bei der Gemeinde Nijmegen“Es muss in erster Linie um die Bedürfnisse der Nutzer gehen. Das muss im Mittelpunkt von allem stehen.”
Gemeinsame Regeln innerhalb von Common Ground erarbeiten
Für diese Erprobung muss klar sein, welche Daten der Nachweis enthält, wer ihn erhalten und vorlegen darf und wie er überprüft wird. Diese Fragen stellen sich auch in anderen Kommunen. Wenn Kommunen sie gemeinsam untersuchen, können sie Erfahrungen teilen und auf gemeinsamen Regeln aufbauen. Das passt zu Common Ground, wo Kommunen zusammen an wiederverwendbaren Lösungen für ihre Informationssysteme arbeiten.
Die Common Ground-Fieldlabs boten den Rahmen, um das Genehmigungsbeispiel weiter auszuarbeiten. Nijmegen brachte den kommunalen Anwendungsfall und die Quellen ein; Ver.iD arbeitete am Regelbuch, an der Ausstellungsanbindung und an den Wallet-Erprobungen mit. Ziel war es, mit einer Demo und einem frühen Regelbuchentwurf praktische Erfahrungen zu sammeln.
Ein Regelbuch beschreibt, was ein Nachweis bedeutet, welche Daten er enthält und welche Regeln für Ausstellung, Nutzung und Widerruf gelten. Bei der Genehmigung wurde auch besprochen, wie jemand im Namen eines Unternehmens handelt. Der Vergleich der Regeln mit einem funktionierenden Beispiel machte Gestaltungsfragen konkret und diskutierbar.
Eine gemeinsame Definition
Was soll diese Genehmigung belegen?
- Genehmigungsart
- Welche Erlaubnis wird nachgewiesen?
- Referenz
- Auf welchen kommunalen Bescheid bezieht sich der Nachweis?
- Gültigkeit
- Für welchen Zeitraum gilt die Genehmigung?
- Inhaber und Nutzung
- Wer darf den Nachweis erhalten und vorlegen?
Die Erprobungen von Januar bis September
In aufeinanderfolgenden Erprobungen in den Fieldlabs arbeiteten Nijmegen und Ver.iD an den Demos, der Benutzererfahrung und den Regeln für die Nachweise. Im Jahr 2026 unternahmen sie die folgenden Schritte.
Januar 2026
Eine Genehmigung in Yivi
Ein erster technischer Aufbau und eine Demonstration einer Standplatzgenehmigung im Yivi-Demosystem.
März 2026
Erprobung mit NL Wallet
Tests mit NL Wallet, Ausstellung eines ersten Demo-Nachweises und Weiterentwicklung der Benutzererfahrung.
Mai 2026
Ein erster Regelbuchentwurf
Nijmegen und Ver.iD haben gemeinsam eine erste Fassung des Regelbuchs für Genehmigungen verfasst. Das Dokument ist weiterhin ein Entwurf und wurde noch nicht in Produktion genommen.
September 2026
Auch Betreuung und Vollmacht
Ein weiteres Beispiel für Vermögensbetreuung und Bevollmächtigung entwickelt. Auch dabei stellt sich die Frage, wer im Namen einer anderen Person handeln darf.
Die Zwischenergebnisse teilen
Aus den Erprobungen sind Demos und Regelbuchentwürfe hervorgegangen, die eine Grundlage für weitere Experimente bilden.
Am 22. September 2026 stellten Nijmegen und Ver.iD ihre bis dahin erzielten Ergebnisse beim ECP-Symposium zum European Business Wallet vor. Bei UNFOLD #5 am 7. und 8. Oktober 2026 in Nijmegen werden sie ihre Zwischenergebnisse präsentieren.
Gemeinsam weiter experimentieren
In der kommenden Zeit wollen Nijmegen und Ver.iD die Demos weiter erproben und die Regelbuchentwürfe präzisieren. Dabei untersuchen sie, welche Teile für andere kommunale Nachweise und Lebensereignisse nutzbar sind.
Die Erfahrungen mit der Standplatzgenehmigung bilden damit einen Ausgangspunkt für weitere Versuche. Für Nijmegen und Ver.iD bleiben die Bedürfnisse der Einwohner maßgeblich: einen Antrag stellen, Daten teilen oder die eigene Situation nachweisen soll dadurch einfacher werden.
Quellen und Projektkontext
Auf Grundlage öffentlicher Projektinformationen und der Projektpräsentation vom 22. September 2026. ARC und die Rulebooks befinden sich noch in Entwicklung.
Arbeiten Sie an Ihrer kommunalen Anwendung.
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