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Eine persönliche KI-Antwort beginnt mit Ihren Daten

Eine Frage zu Ihrem eigenen Einkommen braucht Ihre eigenen Zahlen. Mit einer digitalen Wallet können Sie diese Daten teilen, sobald ein KI-Assistent sie benötigt. Das Gespräch kann dann mit einer Berechnung und einer Antwort zu Ihrer Situation weitergehen.

Illustratives Beispiel für persönliche Unterstützung mit Wallet-Daten: Noor teilt Einkommensdaten, mit denen der KI-Assistent anschließend rechnet und Zeiträume vergleicht. Die Daten und die Situation sind fiktiv.

„Ich habe zwei Jobs. Muss ich später Steuern nachzahlen?“ Noor stellt die Frage einem KI-Assistenten. Er kann erklären, wie Einkommen und Steuern zusammenhängen. Für eine Antwort zu Noors Situation braucht er ihre Zahlen: Wie viel hat sie bei beiden Arbeitgebern verdient, wie viel Steuer wurde bereits einbehalten und welche Steuerermäßigungen wurden berücksichtigt?

Diese Informationen stehen in ihren Jahresübersichten und Gehaltsabrechnungen. Noor kann Beträge eintippen oder Dokumente hochladen. Damit steht aber noch nicht fest, dass die Daten tatsächlich von ihren Arbeitgebern stammen, unverändert sind und zu ihr gehören. Ein falsch übertragener Betrag oder ein verändertes Dokument kann den Assistenten in die Irre führen. Er könnte dann einen überzeugenden Rat geben, der nicht zu Noors tatsächlicher Situation passt.

Digitale Nachweise aus einer Wallet ermöglichen es, die Herkunft der Daten und ihre Verbindung zu Noor zu prüfen, bevor der Assistent damit rechnet. So erhält er eine überprüfbare Grundlage für seine Berechnung und Antwort.

Der Assistent fragt nach den benötigten Daten

Angenommen, Noor hat in ihrer Wallet Einkommensdaten von der niederländischen Steuerverwaltung, eine Übersicht der Gehaltszahlungen von ihrer Bank und Lohninformationen von ihren Arbeitgebern erhalten. Diese Organisationen haben ihr die Daten selbst als digitale Nachweise ausgestellt. Mit Noors Zustimmung kann der KI-Assistent diese Informationen anfordern und für seine Berechnung verwenden.

Der KI-Assistent startet aus dem Chat eine Anfrage nach den Einkommensdaten, die er für ihre Frage benötigt. Dazu gehören ihr Jahreseinkommen pro Arbeitgeber, die einbehaltene Steuer und die Zeiträume, in denen die niederländische Steuerermäßigung beim Lohnsteuerabzug, die sogenannte loonheffingskorting, berücksichtigt wurde. Im Gespräch erklärt er, was er mit diesen Daten tun möchte: beide Einkommen gemeinsam betrachten und prüfen, ob sich die Zeiträume der Steuerermäßigungen überschneiden.

Noor bestätigt in ihrer Wallet, welche Daten sie teilen möchte. Der Assistent erhält ihre Einkommensdaten und kann damit ihrer ursprünglichen Frage nachgehen. So baut das Gespräch auf ihrer persönlichen Situation auf.

Wallets bringen überprüfbare Daten in das KI-Gespräch

Bei Noor kommen Daten von zwei Arbeitgebern in einem Gespräch zusammen. Der Assistent kann sie gemeinsam betrachten, wobei erkennbar bleibt, von welchem Arbeitgeber die Beträge stammen und auf welches Jahr sie sich beziehen. So kann er erklären, welche Daten er für seine Antwort verwendet hat.

Darin liegt der Nutzen von Wallets für KI: Persönliche Daten verschiedener Organisationen werden in dem Gespräch nutzbar, in dem jemand Hilfe sucht. Die Nutzer entscheiden, was sie teilen. Der Assistent kann seine Antwort auf diese Daten abstimmen und ihre Herkunft zeigen. So erhalten die Nutzer persönliche Unterstützung und können zugleich nachvollziehen, auf welchen Informationen sie beruht.

Von einer Einkommensfrage zu weiteren Anwendungen

Wenn die benötigten Daten als digitale Nachweise verfügbar sind, kann dieser Ansatz bei unterschiedlichen Fragen helfen.

Bei einer Frage wie „Wie viel bleibt mir jeden Monat übrig?“ kann ein Assistent Einkommen und regelmäßige Ausgaben gegenüberstellen. Mit den Daten, die die Nutzer aus ihrer Wallet teilen, kann er einen Überblick erstellen und zeigen, was nach diesen Ausgaben übrig bleibt.

Derselbe Ansatz kann beim nächsten Schritt in Beruf oder Bildung helfen. Wer fragt „Welche Weiterbildung knüpft an meinen Abschluss an?“, kann einen Abschlussnachweis und erworbene Berufsqualifikationen aus der Wallet teilen. Der Assistent kann sie mit den Zugangsvoraussetzungen von Bildungsangeboten vergleichen und erklären, welche Angebote passen und welche zusätzlichen Qualifikationen noch benötigt werden.

Auch bei Fragen an einen Dienstleister hilft der persönliche Kontext. Um die Frage „Wann kann ich mein Abonnement ändern?“ zu beantworten, kann der Assistent die Abonnementdaten aus der Wallet mit den Bedingungen des Anbieters verbinden. Damit kann er erklären, welche Änderungen möglich sind und ab welchem Datum sie gelten können.

So hilft Ver.iD

Für Organisationen, die solche KI-Assistenten entwickeln, stellt die Ver.iD-Plattform die Verbindung zu Wallets her. Sie bestimmen, welche Daten Sie benötigen und welchen Ausstellern Sie vertrauen. Über die Plattform fordern Sie die Daten an und prüfen die digitalen Nachweise. Ihre KI-Anwendung kann die geteilten Daten anschließend nutzen, um den Nutzern weiterzuhelfen.

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